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Kinder- und Jugendschutz in Friedrichshain-Kreuzberg

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht,

beim Aufbau von “Koordinierungsstellen Kinderschutz” und bei der Umsetzung von einheitlichen Standards und Verfahren zur Prävention, Beratung, Früherkennung und Krisenintervention im Bereich des Kinder- und Jugendschutzes,

wie sie im integrierten “Konzept für ein Netzwerk Kinderschutz” unter Federführung der für Jugend und der für Gesundheit zuständigen Senatsverwaltung vom 15. Februar 2007 dargestellt werden,

neben dem schulpsychologischen Dienst, den Kinder- und Jugendgesundheitsdiensten, Kinderärzten, Jugendämtern, Kindertageseinrichtungen, Schulen, Gerichten und der Polizei

auch die Erkenntnisse und Erfahrungen der Einrichtungen der Verbände der freien Wohlfahrtspflege und sonstigen einschlägigen Vereine

von Beginn an einzubeziehen.

Das Bezirksamt soll die BVV über die Planung und Umsetzung jährlich einmal, erstmal im letzten Quartal 2007, berichten.


Begründung:

Die trotz des durchaus beachtlichen Hilfesystems noch immer bestehenden Lücken und Unzulänglichkeiten beim Kinder- und Jugendschutz sollen im Rahmen des § 16 SGB VIII - Allgemeine Förderung der Erziehung in der Familie - durch den Aufbau von “Koordinierungsstellen Kinderschutz” und mit der Umsetzung einheitlicher Standards und Verfahren (Qualitätsmanagement) zur Prävention, Beratung, Früherkennung und Krisenintervention im Bereich des Kinder- und Jugendschutzes überwunden werden.

Dazu liegt jetzt ein integriertes Rahmenkonzept vor, das von den Bezirken auszufüllen ist. Dabei sollen die Erkenntnisse und Erfahrungen der Einrichtungen der Vereine und Verbände der freien Wohlfahrtspflege, wie AdS, EJF Lazarus, Kinderhilfswerk, Kinderschutzbund, Kinderschutz-Zentrum Berlin, NEUhland, Papatya, Strohhalm aber auch der Verbraucherzentrale Berlin und andere bei der Analyse des bedarfsgerechten Umfangs und bei der praktischen Durchführung des Kinder- und Jugendschutzes frühzeitig einbezogen werden, um Effektivität, Transparenz und Überprüfbarkeit des tatsächlich praktizierten bezirklichen Kinderschutzes zu gewährleisten.

Berlin, den 19. März 2007

Für die Fraktion der WASG
Andreas Lüdecke und Rita Waldukat

Initiatoren: Wohlfahrtsvereine
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